KURZBESCHREIBUNG
PLZ
ORT
~VOLUMEN
TERMIN
 
Deutschland-München: Dienstleistungen von Fachärzten
keine Angabe
BAYERN
n/a
31.12.2020
 
 
Submissionen.de Ident-Nr.:
271571-20150517-430174
 
Termin:
31.12.2020
 
(Spätester Termin für die Anforderung der Ausschreibungsunterlagen oder Abgabe des Angebots, alternativ Submissionstermin)
 
 
URL (Ausschreibung oder Auftraggeber):
 
Weitere Informationen/Ausschreibungstext:
 
Auftragsbekanntmachung
Dienstleistungen
Richtlinie 2004/18/EG
Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber
I.1) Name, Adressen und Kontaktstelle(n)
AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Carl-Wery-Str. 28
Kontaktstelle(n): Vergabestelle
81739 München
DEUTSCHLAND
E-Mail: vergabestelle1@by.aok.de
Fax: +49 8962730650151
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: http://www.aok.de
Weitere Auskünfte erteilen: die oben genannten Kontaktstellen
Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für
den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem)
verschicken: die oben genannten Kontaktstellen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: die oben genannten
Kontaktstellen
I.2) Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.3) Haupttätigkeit(en)
Gesundheit
Sozialwesen
Abschnitt II: Auftragsgegenstand
II.1) Beschreibung
II.1.1) Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber:
Open House-Verfahren Tonsillotomie.
II.1.2) Art des Auftrags und Ort der Ausführung, Lieferung bzw.
Dienstleistung
Dienstleistungen
Dienstleistungskategorie Nr 25: Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen
NUTS-Code DE2
II.1.3) Angaben zum öffentlichen Auftrag, zur Rahmenvereinbarung oder zum
dynamischen Beschaffungssystem (DBS)
Die Bekanntmachung betrifft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung
II.1.5) Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens
Es handelt sich nicht um ein Verhandlungsverfahren, sondern um ein sog.
open-house-Modell. Das Formular für das Verhandlungsverfahren wird
lediglich deshalb verwandt, da kein Formular für das open-house-Modell
existiert. Die AOK Bayern geht davon aus, dass Verträge, die im
open-house-Modell geschlossen werden, mangels Auswahlentscheidung nicht
dem Vergaberecht unterfallen. Eine Unterwerfung unter vergaberechtliche
Regelungen ist mit Verwendung dieses Formulars nicht verbunden.
Die AOK Bayern beabsichtigt, mit allen interessierten Fachärzten für HNO
oder Fachärzten für Kinderchirurgie nicht-exklusive „Verträge zur
besonderen ambulanten chirurgischen Versorgung nach § 73c SGB V
Tonsillotomie“ zu schließen.
Die AOK Bayern möchte mit diesem Vertrag zur besonderen ambulanten
ärztlichen Versorgung im Bereich der Kinderchirurgie eine hochwertige und
qualitätsgesicherte Patientenversorgung sicherstellen und die
Tonsillotomie als Sachleistung zur Verfügung stellen. Diesem Anspruch
gerecht zu werden, vereinbaren wir als AOK Bayern fortwährend die
medizinische Versorgung für unsere Versicherten zu verbessern und den
Zugang zu neuen Behandlungsmethoden zu ermöglichen.
Ziel der Vereinbarung ist die qualitativ erstklassige Versorgung von
Kindern zwischen dem ersten und achten Lebensjahr, die unter einer
nicht-infektiösen Tonsillenhyperplasie leiden. Durch den chirurgischen
Eingriff der Tonsillotomie und eventueller erforderlicher
Kombinationseingriffe bieten wir dieses gegenüber einer Tonsillektomie
schonendere Operationsverfahren für Kinder mit einer Tonsillenhyperplasie
an. Ziel ist es dabei, eine einheitliche qualitativ hochwertige Versorgung
bayernweit flächendeckend für unsere Versicherten anzubieten.
Der Versorgungsauftrag umfasst die Diagnostik, die Therapie
(Tonsillotomie) und die Nachsorgen von bei der AOK Bayern versicherten
Kindern, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Im Vertrag werden
klinisch relevante Indikationen aufgezeigt, bei deren Vorliegen Teilnahme
am Vertrag möglich ist. Auch Indikationen, die einen klaren
Ausschlussgrund darstellen, werden im Vertragstext beschrieben.
Folgende Leistungen sind Gegenstand des Vertrages:
— Tonsillotomie
— Tonsillotomie in Kombination mit einer Adenotomie
— Tonsillotomie in Kombination mit einer Adenotomie und einer Parazentese
mit Pauken-drainage (einseitig)
— Tonsillotomie in Kombination mit einer Adenotomie und einer Parazentese
mit Pauken-drainage (beidseitig)
Die Vergütung erfolgt über Pauschalen. Diese umfassen u.a. die
Anästhesieleistungen einschließlich der Sachkosten, die erste
postoperative Nachsorgeuntersuchung sowie alle weiteren
Nachsorgeuntersuchungen entsprechend der medizinischen Notwendigkeit und
die elektronische Bilddokumentation. Die Fotografie des präoperativen
Befunds soll bei der Indikationsstellung unterstützen und diese auch
dokumentieren. Die Fotodokumentation verbleibt in der Praxis des Arztes
und ist der AOK Bayern nach Aufforderung vorzulegen.
Die nach diesem Vertrag erbrachten und abrechnungsfähigen Leistungen
werden im Wege der elektronischen Datenübertragung oder maschinell
verwertbar auf Datenträger an die AOK Bayern nach Ablauf des Quartals
übersandt. Einzelheiten ergeben sich aus dem Vertrag.
Der Elternteil oder Sorgeberechtige unterzeichnet für das versicherte Kind
eine Teilnahme-erklärung. Die Teilnahmeerklärung kann innerhalb von 14
Tagen widerrufen werden. Sobald die AOK Bayern dem Versicherten
schriftlich bestätigt hat, dass er am Vertrag teilnimmt, kann der
Versicherte behandelt werden.
Der ärztliche Leistungserbringer hat personenbezogene, bauliche sowie
apparative Voraussetzungen und Qualitätsanforderungen zu erfüllen, die
einzeln im Vertrag beschrieben sind.
Eine parallele privatärztliche Abrechnung der Vertragsleistungen ist
ausgeschlossen.
Die AOK Bayern bietet allen interessierten Fachärzten für HNO oder
Fachärzten für Kinderchirurgie, die die unten genannten
Eignungsvoraussetzungen wie aufgezeigt nachweisen, den Abschluss
identischer und nicht individuell verhandelbarer „Verträge zur besonderen
ambulanten chirurgischen Versorgung nach § 73c SGB V Tonsillotomie“ an.
Der frühestmögliche Vertragsbeginn ist der 1.7.2015, die Laufzeit ist
nicht begrenzt. Ein Vertragsschluss ist während der Laufzeit jederzeit
möglich. Die Verträge können mit einer Frist von drei Monaten zum Ende
eines Quartals gekündigt werden. Interessierte Fachärzte für HNO oder
Fachärzte für Kinderchirurgie können die Vertragsunterlagen und
Eigenerklärungen bei der unten genannten Kontaktstelle anfordern. Ein
Vertrag wird mit allen interessierten Fachärzten für HNO oder Fachärzten
für Kinderchirurgie geschlossen, die ihre Eignung wie folgt nachweisen:
1. Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Facharzt für
Kinderchirurgie mit Zulassung/Ermächtigung, Medizinisches
Versorgungszentrum (MVZ) mit Zulassung/Ermächtigung oder bei einem solchen
Facharzt oder MVZ angestellter Facharzt im niedergelassenen Bereich:
Nachweis durch Vorlage des Bescheides über die Zulassung/Ermächtigung in
Kopie (bei angestellten Ärzten durch Vorlage des Bescheides über die
Zulassung/Ermächtigung an den niedergelassenen Arzt/MVZ)
und
einer unterschriebenen Eigenerklärung (Eigenerklärung 1).
2. Genehmigung zur Erbringung ambulanter Operationen nach § 115b SGB V
Nachweis durch Vorlage des Bescheides (Kopie) der Kassenärztlichen
Vereinigung Bayerns.
3. Erfüllung der Fortbildungspflicht nach § 95d SGB V
Nachweis durch Vorlage einer unterschriebenen Eigenerklärung
(Eigenerklärung 2).
4. Erfüllung der fachlichen Strukturqualität in Form von eigenständiger
Erbringung von mindestens 50 Tonsillotomien und 250 Tonsillektomien
Nachweis durch Vorlage einer unterschriebenen Eigenerklärung
(Eigenerklärung 3) zur persönlichen Durchführung
Die AOK Bayern behält sich vor, stichprobenartig die OP-Berichte und
Narkosejournale anzufordern.
5. Sofern die Behandlung mittels Laser erfolgt, Nachweis des Erwerbs der
Sachkunde nach § 5 Abs. 2 OStrV (Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher
optischer Strahlung) durch einen Nachweis des Besuchs eines Lehrgangs
(Kopie der Teilnahmebescheinigung) bei der Deutschen Gesellschaft für
Lasermedizin e.V. (DGLM) oder bei der Deutschen Dermatologischen
Gesellschaft e.V. (DDL).
6. Durchführung der Behandlung ausschließlich mit Laser,
Radiofrequenzgerät oder Coblationsgerät
Nachweis durch Vorlage einer Kopie des letzten Wartungsnachweises, nicht
älter als 12 Monate zum Zeitpunkt des Eingangs der Unterlagen bei der AOK
Bayern (Kopie des Kaufvertrages reicht aus, sofern das Gerät nicht älter
als 12 Monate ist)
und
einer unterschriebenen Eigenerklärung unter Angabe von Hersteller und Typ
des eingesetzten Geräts (Eigenerklärung 4).
7. Vorhandensein einer IK-Nummer für die Abrechnung
Nachweis durch Vorlage einer unterschriebenen Eigenerklärung
(Eigenerklärung 5), dass bereits ein IK als Leistungserbringer vorhanden
ist oder über die ARGE-IK beantragt wurde.
Der Facharzt für HNO oder Facharzt für Kinderchirurgie hat den bei der
unten genannten Kontaktstelle anzufordernden ausgefüllten und
unterschriebenen Vertrag nebst Anlagen in 4-facher Fassung im Original
sowie die oben genannten Eignungsnachweise in 2-facher Fassung an folgende
Adresse einzusenden:
AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Vergabestelle
open-house Tonsillotomie
Carl-Wery-Str. 28
81739 München.
Bei Eingang vollständiger und korrekter Unterlagen bis zum 10. eines jeden
Monats erfolgt der Vertragsbeginn zum darauf folgenden nächsten
Monatsersten, ansonsten zum darauf folgenden übernächsten Monatsersten.
Der Vertrag sowie die Eigenerklärungen können bei der folgenden
Kontaktstelle angefordert werden:
AOK Bayern – Die Gesundheitskasse
Vergabestelle
open-house Tonsillotomie
Carl-Wery-Str. 28
81739 München
Fax: 089/62730650151
E-Mail: vergabestelle1@by.aok.de
Diese Kontaktstelle steht auch bei Fragen zur Verfügung.
II.1.6) Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
85121200
Abschnitt III: Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische
Angaben
III.2) Teilnahmebedingungen
III.2.1) Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen
hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen: 1. Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder
Facharzt für Kinderchirurgie mit Zulassung/Ermächtigung, Medizinisches
Versorgungszentrum (MVZ) mit Zulassung/Ermächtigung oder bei einem solchen
Facharzt oder MVZ angestellter Facharzt im niedergelassenen Bereich:
Nachweis durch Vorlage des Bescheides über die Zulassung/Ermächtigung in
Kopie (bei angestellten Ärzten durch Vorlage des Bescheides über die
Zulassung/Ermächtigung an den niedergelassenen Arzt/MVZ)
und
einer unterschriebenen Eigenerklärung (Eigenerklärung 1).
2. Genehmigung zur Erbringung ambulanter Operationen nach § 115b SGB V
Nachweis durch Vorlage des Bescheides (Kopie) der Kassenärztlichen
Vereinigung Bayerns.
III.2.3) Technische Leistungsfähigkeit
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der
Auflagen zu überprüfen:
3. Erfüllung der Fortbildungspflicht nach § 95d SGB V
Nachweis durch Vorlage einer unterschriebenen Eigenerklärung
(Eigenerklärung 2).
4. Erfüllung der fachlichen Strukturqualität in Form von eigenständiger
Erbringung von mindestens 50 Tonsillotomien und 250 Tonsillektomien
Nachweis durch Vorlage einer unterschriebenen Eigenerklärung
(Eigenerklärung 3) zur persönlichen Durchführung
Die AOK Bayern behält sich vor, stichprobenartig die OP-Berichte und
Narkosejournale anzufordern.
5. Sofern die Behandlung mittels Laser erfolgt, Nachweis des Erwerbs der
Sachkunde nach § 5 Abs. 2 OStrV (Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher
optischer Strahlung) durch einen Nachweis des Besuchs eines Lehrgangs
(Kopie der Teilnahmebescheinigung) bei der Deutschen Gesellschaft für
Lasermedizin e.V. (DGLM) oder bei der Deutschen Dermatologischen
Gesellschaft e.V. (DDL).
6. Durchführung der Behandlung ausschließlich mit Laser,
Radiofrequenzgerät oder Coblationsgerät
Nachweis durch Vorlage einer Kopie des letzten Wartungsnachweises, nicht
älter als 12 Monate zum Zeitpunkt des Eingangs der Unterlagen bei der AOK
Bayern (Kopie des Kaufvertrages reicht aus, sofern das Gerät nicht älter
als 12 Monate ist)
und
einer unterschriebenen Eigenerklärung unter Angabe von Hersteller und Typ
des eingesetzten Geräts (Eigenerklärung 4).
7. Vorhandensein einer IK-Nummer für die Abrechnung
Nachweis durch Vorlage einer unterschriebenen Eigenerklärung
(Eigenerklärung 5), dass bereits ein IK als Leistungserbringer vorhanden
ist oder über die ARGE-IK beantragt wurde.
Abschnitt IV: Verfahren
IV.1) Verfahrensart
IV.1.1) Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.3) Verwaltungsangaben
IV.3.4) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge
31.12.2020
IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge
verfasst werden können
Deutsch.
Abschnitt VI: Weitere Angaben
VI.4) Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1) Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Regierung von Oberbayern – Vergabekammer Südbayern
80534 München
Fax: +49 8921762847
VI.4.2) Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Erkennt ein am Auftrag interessierter Unternehmer einen Verstoß gegen
Vergabevorschriften im vorliegenden Vergabeverfahren, hat er dies
gegenüber der AOK Bayern unverzüglich zu rügen. Unabhängig davon müssen
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die bereits aufgrund der
Bekanntmachung erkennbar sind, bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung
genannten Frist zur Angebotsabgabe gegenüber der AOK Bayern gerügt werden.
Außerdem müssen Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aus den
Vergabeunterlagen erkennbar sind, ebenfalls innerhalb dieser Frist bei der
AOK Bayern gerügt werden. Verstößt ein Unternehmer gegen diese
Obliegenheiten, ist ein Antrag auf Nachprüfung gemäß § 107 Abs. 3 Satz 1
Nr. 1 bis 3 GWB unzulässig.
Teilt die Vergabestelle auf eine Rüge eines interessierten Unternehmers
mit, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Rügeführer hiergegen
einen Antrag auf Nachprüfung bei der zuständigen Vergabekammer stellen.
Die für den Auftraggeber zuständige Vergabekammer ist unter Pkt. III.
benannt. Der Antrag ist unzulässig, wenn mehr als 15 Kalendertage nach dem
Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht ab¬helfen zu
wollen, vergangen sind (§ 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).
VI.5) Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:
13.5.2015